Jordaniens Wasser- und Bewässerungsminister Raed Abu Saud und KfW-Entwicklungsbank-Länderdirektor Matthias Schmidt-Rosen eine Vereinbarung unterzeichnet im Zusammenhang mit zuvor genehmigten Zuschüssen und Projektfinanzierungen für Jordaniens National Water Carrier Project.
Die Vereinbarung umfasst einen Zuschuss in Höhe von 102 Millionen Euro vom Bund über die KfW, dazu 25 Millionen Euro im Rahmen einer Schuldenumtauschvereinbarung, die Deutschlands bringt Gesamtbeitrag auf 127 Millionen Euro. Die Unterzeichnung soll den Startschuss für die Umsetzung der Zuschusskomponente geben und spiegelt das langjährige deutsche Engagement im jordanischen Wassersektor wider.
Das National Water Carrier Project ist als öffentlich-private Partnerschaft strukturiert und zielt darauf ab, Jordanien mit Wasser zu versorgen ab 2030 rund 300 Millionen Kubikmeter zusätzliches Trinkwasser pro Jahr. Es umfasst den Bau einer großen Entsalzungsanlage am Roten Meer, rund 450 Kilometer Transportleitungen, die die Anlage mit Amman und anderen Regionen verbinden, sowie die Installation von Solar-Photovoltaikanlagen, um einen Teil des Energiebedarfs des Projekts zu decken.
Ziel des Projekts ist es, die Abhängigkeit vom Grundwasser zu verringern, das aufgrund steigender Nachfrage, Klimaschwankungen und Bevölkerungswachstum einem Erschöpfungsdruck ausgesetzt ist. Durch die Einbindung erneuerbarer Energien steht es auch im Einklang mit den umfassenderen Klima- und Energiewendeverpflichtungen Jordaniens.
Die jordanischen Behörden haben das Projekt zu einer nationalen Priorität erklärt und dabei auf die Notwendigkeit einer langfristigen, zuverlässigen Wasserversorgung für Wohn-, Industrie- und Landwirtschaftsnutzer verwiesen. Das Ministerium beschrieb es als ein Modell für die Infrastrukturfinanzierung, das Beiträge mehrerer internationaler Geber bündelt.