Bei Instagram- und Facebook-Inhalten werden bald Shopping-Links in Posts integriert sein, wodurch Drittanbieter-Tools im „Link-in-Bio“-Stil praktisch überflüssig werden. Meta gab am Dienstag bekannt, dass es Commerce-Funktionen auf den beiden Plattformen hinzufügen wird, obwohl die Funktionalität bei beiden Plattformen leicht unterschiedlich sein wird.
Auf Facebook können Content-Ersteller ihre Affiliate-Konten mit Marken verknüpfen und Produkte in Reels und Fotos markieren. Wenn ein Influencer Zielgruppen zu seinem Affiliate-Link weiterleiten möchte, muss er normalerweise einen Beitrag mit einem Link zum Produkt kommentieren oder die Zielgruppen auf eine Affiliate-Plattform wie ShopMy oder LTK leiten. Jetzt werden genehmigte Produkte in Form einer schwebenden Blase, auf die Zuschauer direkt klicken können, direkt an den Inhalt angehängt. Die Zahl der Affiliate-Partner ist zum Start begrenzt: In den USA startet das Programm mit Amazon, in den kommenden Monaten kommen Temu und eBay hinzu.
Auf Instagram können Influencer bis zu 30 kaufbare Produkte in ein einziges Reel laden. Es gibt keine Produktbeschränkung wie bei Facebook: Ersteller können ihre eigenen Affiliate-Links für einzelne Artikel direkt kopieren und einfügen. Der einzige Haken ist, dass verlinkte Artikel bei Meta im Handelskatalog der Marken registriert werden müssen.
Die neuen Funktionen werden für jeden praktisch sein, der von Affiliate-Einnahmen profitiert. Für alle anderen werden sich die Plattformen dadurch wahrscheinlich noch mehr wie ein Einkaufszentrum anfühlen. Der integrierte Affiliate-Inhalt ähnelt der Funktionsweise des TikTok Shops, mit leicht zugänglichen Links für Tanktops und Kamerahalterungen, die über ein Video nach dem anderen schweben.
Die neuen Shopping-Funktionen kommen ein paar Wochen nach einem Aufruhr, bei dem Influencer dabei ertappt wurden, wie Instagram ohne ihre Erlaubnis Shopping-Links zu ihren Inhalten hinzufügte. Die Funktion „Shop the Look“ fügte Links zu günstigen Lookalike-Produkten und nicht zu den tatsächlichen Artikeln hinzu, sagte ein Influencer, der die Funktion entdeckte. Meta sagte damals, dass es sich um einen begrenzten Test handele und dass das Unternehmen „verschiedene Änderungen“ an der Funktion prüft.