Valverdes Rolle im ersten Spiel gegen City war eine der wichtigsten Entscheidungen von Trainer Alvaro Arbeloa.

Gegen Jeremy Doku war er Trent Alexander-Arnolds bester Freund und beschützte den Rechtsverteidiger, ohne seine Freiheit zu opfern, nach vorne zu drängen. Der Plan beruhte auf langen Bällen von Torhüter Thibaut Courtois auf die rechte Seite, wo Valverde den Raum hinter Citys Oberlinie angreifen konnte.

Das erste Tor fiel genau so. Courtois startete lange, Valverde gewann das Duell mit Nico O’Reilly, fuhr in den Strafraum und kam ins Ziel. City musste sich um Vinicius kümmern, der größtenteils anonym blieb, aber stattdessen eröffnete Madrid das Spiel durch Valverde auf der anderen Seite.

Für Arbeloa war dieser Auftritt keine so große Überraschung.

In den letzten Wochen bezeichnete der Trainer Valverde als den spirituellen Inbegriff von Real Madrid und verglich ihn sogar mit dem ehemaligen Spieler Juan Gomez – Juanito – der im Bernabeu einen Spieler auf den höchsten Altar des Klubs stellt.

In seinen 10 Jahren bei Real Madrid hat Valverde fast 300 Spiele bestritten und 11 große Trophäen gewonnen, darunter zwei Triumphe in der Champions League.

Er wuchs in Montevideo, Uruguay, im Stadtteil La Union auf.

Sein Vater arbeitete als Sicherheitsbeamter in einem Casino. Seine Mutter putzte Häuser und verkaufte manchmal Kleidung, um die Familie zu ernähren. Das Geld war knapp. Seine ersten Fußballschuhe waren gebraucht, die Zehen wurden repariert, damit sie länger halten.

Einer seiner Jugendtrainer gab ihm den Spitznamen „Pajarito“ (kleiner Vogel), weil er als Kind mit dem Ball überall hin zu hüpfen schien.

Seinem Vater Julio gefiel dieser Vergleich nicht besonders. Er zog es vor, sein Kind als ein stärkeres Wesen zu betrachten und prägte in diesem Sinne seine Mentalität.

„Er hat mir beigebracht, dass das Kämpfen im Blut liegt“, sagte Valverde. „Auch heute drängt er mich. Er sagt mir, ich solle mehr schießen, um mich weiter zu verbessern.“