Uber schließt sich mit zwei Unternehmen zusammen, dem chinesischen Unternehmen Pony AI und dem kroatischen Unternehmen Verne, um den angeblich ersten kommerziell verfügbaren Robotaxi-Dienst Europas auf den Markt zu bringen. Die Fahrzeuge werden bereits in Zagreb, Kroatien, getestet, wo Verne seinen Hauptsitz hat, und werden bald für Kunden im Ridehail-Netzwerk von Uber verfügbar sein.

Die Ankündigung ist der jüngste Schritt von Uber, sich vor dem finanziellen Rückschlag durch Robotaxis zu schützen, die möglicherweise das traditionelle Ridehail-Geschäft überholen. Das Unternehmen hat sich im vergangenen Jahr mit Dutzenden von Entwicklern autonomer Fahrzeuge verbündet, um Investoren davon zu überzeugen, dass es die bevorstehende Robotaxi-Ära überleben kann.

Die neuesten Partner sind Pony AI, das derzeit in mehreren chinesischen Städten autonome Fahrzeuge betreibt, und Verne, ein Spin-off des Supersportwagenherstellers Rimac. Im Rahmen der Vereinbarung wird Uber zusammen mit den Kunden das Ridehail-Netzwerk bereitstellen; Verne wird die Flotte verwalten; und Pony AI wird die autonome Fahrtechnologie entwickeln. Der erste Service wird in Zagreb stattfinden, weitere europäische Märkte sollen folgen. Und das ultimative Ziel ist es, die Flotte in den nächsten Jahren auf „Tausende Robotaxis“ zu skalieren.

Derzeit validieren die Unternehmen die Technologie auf den Straßen von Zagreb mithilfe von Pony-KIs Arcfox Alpha T5 Robotaxiausgestattet mit dem Technologie-Stack der 7. Generation des chinesischen Unternehmens. Das Fahrzeug wurde gemeinsam mit der staatlichen Beijing Automotive Group Co (BAIC) entwickelt und hergestellt. Sobald die Unternehmen anfangen, Fahrpreise zu erheben, gehen sie davon aus, dass es sich um Europas ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst handeln wird.

Was Verne betrifft, gab es nicht viele Updates, seit es erstmals als Robotai-Nebenprojekt von Rimac angekündigt wurde. Mate Rimac, der Gründer und CEO der Rimac Group, stellte eine Flotte von 60 Prototypen autonomer Fahrzeuge vor Ende letzten Jahres. Ob diese Fahrzeuge jedoch jemals in Ubers Flotte landen, ist eine offene Frage.