Es gibt etwas an einem Film wie Das Zimmer, Troll 2oder Schicksalhafte Erkenntnisse das finde ich unwiderstehlich. Solche „so schlecht, dass sie gut sind“-Filme sind wunderbare Kuriositäten, bei denen der Ehrgeiz die Ressourcen, Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein bei weitem übersteigt, um etwas zu werden, das viel größer ist als die Summe seiner Teile. Champagner und Kugeln (auch veröffentlicht als GetEven Und Weg zur Rache) ist ein Film auf Augenhöhe mit den Klassikern des Außenseiterkinos.
Der Film ist fast ausschließlich das Werk eines Mannes, John De Hart. Hart schrieb und führte Regie und spielt in dem Film die Rolle des Rick Bode. Zu Beginn des Verfahrens spielt er sogar eine Musiknummer – „The bizarre“Hangelnde Rutsche.“ Während der Aufführung war Hart, der angeblich vollgepumpt mit Schmerzmitteln, nachdem er seinen Rücken rausgeworfen hat, ist steif und sieht sich im Raum um, als würde er nur unter Androhung von Gewalt auftreten. Und irgendwie ist dieser leblose Auftritt eines gereizten Country-Rockers nicht die peinlichste Szene im Film.
Die Beziehungen und Interaktionen zwischen Charakteren in Champagner und Kugeln sind genauso unerklärlich und unnatürlich wie die in Das Zimmer. Bode und sein Partner Huck Finney sind Polizisten, die fünf Minuten nach Beginn des Films ihre Dienstmarke verlieren. Dies beschleunigt den alarmierend schnellen geistigen Verfall von Finney, der sich ebenfalls scheiden lässt, nachdem er herausgefunden hat, dass seine Frau in der Nähe geschlafen hat. Er schießt mit einer Pistole durch seine Rechnungen, trinkt Bleichmittel, um aus dem Gefängnis zu kommen, und gründet scheinbar einen Kult.
Apropos Sekten: Ein großer Teil der Handlung dreht sich um das Wiederauftauchen von Bodes alter Freundin Cindy, die vor einem satanischen Zirkel flieht, der „ein menschliches Baby geopfert“ hat.
Obwohl es sich angeblich um einen Actionfilm handelt, sind die Kampfszenen rar gesät und mit der Glaubwürdigkeit einer Stuntshow in einem Vergnügungspark inszeniert. Hart schien viel mehr daran interessiert zu sein, so viel unnötige Nacktheit wie möglich zu zeigen. Es gibt drei unangenehm lange Sexszenen mit Co-Star Pamela Bryant, die Cindy spielt, alle untermalt von Liedern, die Hart gesungen hat. Insgesamt beanspruchen sie bei einem Film, der nur 90 Minuten lang ist, 12 Minuten Laufzeit. Eine Szene, die in einem Whirlpool spielt, hat offenbar sogar dazu geführt, dass Harts damalige Freundin mit ihm Schluss gemacht hat. (Warnung: In einer Szene, in der Hart und Bryant nicht involviert sind, handelt es sich tatsächlich um einen sexuellen Übergriff.)