Der Die Europäische Kommission gab grünes Licht am 14. April 2026 zu a 1,3 Milliarden Euro schweres deutsches Förderprogramm zur Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Moore. Die sogenannte Palu-Förderrichtlinie, ein vom Bundesumweltministerium (BMUKN) entwickeltes Förderprogramm, ist das zentrale Instrument des Ministeriums für Moorschutz und wird im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) der Bundesregierung umgesetzt.

Das Programm verbindet Moorschutz mit wirtschaftlichen Perspektiven und ist aufgrund seines umfassenden Umfangs und Fördervolumens beispiellos in Deutschland. Da es fast alle entwässerten Moorgebiete umfasst, ist es so Das zentrale Instrument des Bundesumweltministeriums zum Moorschutz.

Wiedervernässte Moore fungieren als natürliche Wasserreservoirs, indem sie Wasser in der Landschaft zurückhalten, das Grundwasser wieder auffüllen und sowohl gegen Dürre als auch Überschwemmungen schützen

Eine über mehrere Jahre aufgebaute Strategie

Das Palu-Programm ist der jüngste und bedeutendste Schritt in einer Reihe politischer Instrumente, die die Bundesregierung seit 2022 eingeführt hat Bekämpfung der Treibhausgasemissionen aus entwässerten Torfmooren.

Das Bundeskabinett hat den beschlossen Nationale Moorstrategie Die Nationale Moorschutzstrategie hat am 9. November 2022 das Ziel festgelegt, den CO₂-Ausstoß aus Moorböden bis 2030 um mindestens 5 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren und so einen Beitrag zum Klimaneutralitätsziel Deutschlands bis 2045 zu leisten. Die Strategie, die zehn Handlungsfelder umfasst, verpflichtet sich dazu Schutz intakter Moore, Entwässerte wieder vernässenund der Übergang zu einer klimaverträglichen Landbewirtschaftung. Zu seinen Tätigkeitsfeldern gehören der Schutz und die Wiederherstellung naturnaher Moore, die landwirtschaftliche Nutzung von Moorböden, der Torfabbau und die Torfnutzung sowie der Moorschutz auf bundeseigenen Flächen. Auf bundeseigenem Land, zu dem viele entwässerte Moorböden gehören, die hauptsächlich für militärische Zwecke genutzt werden, sieht die Strategie eine möglichst vollständige Wiedervernässung vor.

Das Ausmaß der Herausforderung – und der Investition – wird durch eine Zahl aus der Strategie veranschaulicht: Obwohl Moore nur etwa 5 % der Gesamtfläche Deutschlands bedecken, speichern sie so viel Kohlenstoff wie alle Wälder Deutschlands kombiniert.

Im März 2023 hat das Bundeskabinett den beschlossen Nationale Wasserstrategie (Nationale Wasserstrategie) Bundesumweltministeriumein umfassenderes Rahmenwerk für die Wasserbewirtschaftung, das sich auch mit der Rolle wiedervernässter Moore bei der Wasserspeicherung in der Landschaft und der Stärkung des natürlichen Wasserhaushalts befasst. Wiedervernässte Moore fungieren als natürliche Wasserreservoirs, indem sie Wasser in der Landschaft zurückhalten, das Grundwasser wieder auffüllen und sowohl gegen Dürre als auch Überschwemmungen schützen – Funktionen, die verloren gehen, wenn Moore für die Landwirtschaft trockengelegt werden.

Ebenfalls im März 2023 verabschiedete das Kabinett die Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) stellt bis 2026 4 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds für Maßnahmen wie die Wiedervernässung von Mooren, die Wiederherstellung von Auen und die Begrünung von Städten bereit. Das Palu-Programm ist die Flaggschiffmaßnahme der ANK für bewirtschaftete Moore. Allein für das Jahr 2026 insgesamt 821 Millionen Euro ist im Rahmen der ANK budgetiert.

Was das Palu-System abdeckt

Der Schema finanziert die Wiedervernässung entwässerter Moorböden und Errichtung von PaludikulturenDazu gehören Beratungsleistungen für Grundstückseigentümer und -verwalter, der Wiedervernässungsprozess selbst, die Entschädigung für den Wertverlust des Bodens infolge der Wiedervernässung sowie Entschädigungszahlungen an Landwirte für mehrjährige Einkommensverluste. Auch die Verarbeitung und Vermarktung von Paludikulturprodukten ist förderfähig, mit dem Ziel, jährlich 2,25 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen einzusparen.

Die Beihilfe wird als Direktzuschuss gewährt, der bis zu 100 % der förderfähigen Kosten abdeckt. Begünstigte, die innerhalb des ersten Jahres beitreten, erhalten einen Geschwindigkeitsbonus von 20 %. Zu den berechtigten Begünstigten gehören Grundeigentümer, Landverwalter und Eigentümer von Entwässerungsinfrastrukturen. Die Regelung läuft bis zum 31. Dezember 2029.

Das Programm erlaubt es auch Moor-Photovoltaik als zusätzlich zulässige Flächennutzung nach Wiedervernässung. Die Teilnahme ist freiwillig. Durch die Entwicklung soll die Wiedervernässung unterstützt werden neue Wertschöpfungsketten für Moorprodukte und Pilotregionen, die den Weg weisen.